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Akkus

Eine der ersten Aktionen nach dem Kauf meiner DG400  war es, die Akkus auf ihren Zustand zu testen. Wie nicht anders zu erwarten waren sie nicht mehr die besten (60 % Nennkapazität).

Verlötung säubern

Ein wenig geschockt war ich, dass die Anschlüsse einfach nur einseitig an die Flanschen angelötet werden. Aber die Praxis hat gezeigt dass die Zuverlässigkeit dieser Verbindung ausreichend sicher zu sein scheint.

angelöteter Anschluss

Also habe ich neue Power Sonic Batterien bestellt (für zugelassener Typen: siehe Wartungshandbuch). Beim Anlöten der Messinganschlüsse habe ich darauf geachtet, dass die Lötflächen absolut sauber waren. Die Anschlüsse habe ich vorverzinnt. Das Verzinnen der Akkukontakte habe ich heiß & schnell gemacht um die angeschlossene Zelle selber nicht mehr als nötig zu erhitzen. Für das Anlöten habe ich dann den Messingkontakt mit einer Zange gehalten, heiß gemacht und anschließend zusammen mit dem Lötkolben (heiß & schnell) an den Akkukontakt angelötet. Das ergab eine sichere Lötverbindung bei minimaler thermischer Belastung des Akkus.

Styropor Formen

Die wackeligen Kontakte erhalten ihre Festigkeit erst nachdem sie mit Harz verfüllt sind. Ich denke mal bei DG hat man eine nette Silikonform hierfür. Ich selber hatte mir beim ersten mal einfach mit ein paar Styroporformen geholfen und mit doppelseitigem Teppichklebeband angeklebt. Weiter unten ist zu sehen wie ich heute 3D-gedruckte Rähmchen hierfür verwende.

Fertig fürs Harz

Die Klebebandverklebung sollte dicht sein! Die 8 Formen habe ich dann bis zu den Kontakten gefüllt. Hierbei nicht zu kleckern lohnt sich - alles andere muss man später schleifen ;-)

Harzgefüllt

Nach dem Aushärten habe ich die Styroporformen einfach durch Zerstörung entfernt. Ein Staubsauer hilft dass man nicht noch Wochen später Styroporkügelchen in der Werkstatt hat.

Entformt

Die Harzblöcke werden jetzt in Form geschliffen. Mit einer guten Feile, einem Industriestaubsauger und etwas Geduld bekommt das ganz gut hin. Achtung: keinen Kurzschluss mit der Feile machen!

in Form geschliffen

versäuberter Anschluss

Was ein bisschen nervig ist: Man muss das Spielchen 8x machen!

8x das ganze!

Zum Schluss wird der Pluspol rot sowie der Minuspol blau lackiert.

rot & blau

Nach dem Trocknen sind die Akkus fertig um wieder eingebaut werden zu können.

Eingebaut

Vor dem Einbau sollte man mit Gewebeklebeband einen "Griff anbauen". Das erleichtert das hinein- und herausheben. Ich habe auf jeder Batterie das Datum sowie das Ergebnis des Kapazitätstest geschrieben. Für den Einbau immer neue Stoppmuttern verwenden!

Jetzt hat die DG400 "MR" wieder die voller Batteriekapazität.

Update

In der Zwischenzeit habe ich einige Batterien gebaut. Ich verwende jetzt Ringkabelschuhe (M5, 10 AWG, RS-Bestellnummer: 795-6317) und statt der Styropor-Formen setze ich 3D-gedruckte Rahmen ein.

Rohmaterial

Die Ringkabelschuhe passen flachgedrückt perfekt auf die 4,8 mm Anschlüsse der Akkus (schmale Terminals(!), nicht die 6,3er).


verlötet

Den Schrauben feile ich vor dem verlöten den Kopf flach, so ist das verlöten einfacher (weniger thermische Masse). Verlöten sollte heiß und schnell(!) erfolgen. Hierzu braucht man etwas Löterfahrung.


gerahmt

Die kleinen Rähmchen sind auf einem 3D-Drucker gedruckt. Ich habe sie zuerst mit wenig dickflüssigem Harz dichtend angeklebt und anschließend mit leicht angedicktem Harz aufgefüllt und verschliffen. Das ist wesentlich weniger Aufwand als die Styropormethode.

Die Akkus habe ich übrigens bei Accu-24.de bestellt. Dieser Versand beliefert auch DG und bietet für die DG400 und DG800 komplett fertige Batterien zu einem fairen Preis. Ein Lieferproblem wurde binnen 24h behoben, mich hatte sogar der Chef persönlich zurückgerufen. Dafür ***** (5 Sterne)! In 2015 hat ein Akku 20€ gekostet und komplett fertig mit DG400/800-Anschlüssen 45€. Da stellt sich die Frage ob es sich noch lohnt die Anschlüsse selber zu machen.
 

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