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TM Nr.: 678-03

Die ursprüngliche Flügelkonstruktion der SF27 sah vor, dass der hintere Bremsklappenkastenholm direkt am Ende des Klappenkastens aufhört. Dies ist im Bereich wo direkt ein Rippenfeld weiter die Bespannung beginnt und damit kritisch. An dieser Stelle treten durch Spannungsüberhöhungen Risse auf, die auf eine darunter liegende Zerstörung der Struktur hinweisen. Daher ist am 10. Nov. 1977 die TM NR.: 678-03  erschienen, in welcher angewiesen wird die betroffenen Maschinen auf Risse zu prüfen und bei deren Vorhandensein die Änderungen gemäß der in der TM angegebenen Zeichnung durchzuführen.

Zeichnung mit Änderungen  

Bei den Flügeln meiner SF27 waren an allen bezeichneten Stellen die entsprechenden Risse vorhanden. Nach dem Abschleifen des Lacks und dem Entfernen der Bespannung wurde offensichtlich, dass die Beplankung darunter ebenfalls zerrissen und an einer Stelle sogar die Ecke des Klappenkastens losgeleimt war. Dementsprechend habe ich, wie im Bild zu sehen, die Beplankung im betreffenden Bereich geöffnet und den hinteren Klappenkastenholm entsprechend den Vorgaben der Zeichnung angeschäftet.

Holzarbeiten fertig

Bedingt durch die Durchführung des Holms war von Rippe 11 bzw. 25 im Bereich der Steuerstange nicht mehr viel übrig ( ca. 5mm). Daher habe ich diese Rippen wie im Bild zu sehen an der entsprechenden Stelle durch 1,5 mm Sperrholz verstärkt. Weiterhin habe ich ein Dreiecksklötzchen auf die Innenseite der Rippe geklebt. Ursprünglich saß die Beplankung am Kastenende auf nur ca. 2mm der Rippe auf. Da mir dies als viel zu wenig Klebefläche erschien, habe ich diese Stelle durch eine 10x10mm Dreiecksleiste verbreitert.

Schäften

Was dann kommt ist typische Standardarbeit: Zuerst wird die Schäftung im Verhältnis 1:15 an der flügelseitigen Beplankung vorgenommen und anschließend mittels einer Schablone aus Transparentpapier auf das entsprechende Gegenstück übertragen. Die Verwendung der Schablone garantiert dass die Schäftungen später exakt übereinander passen.

 fertig zum Verkleben

Markierungen

Vor dem Verkleben wurde die Beplankung exakt ausgerichtet und so markiert, dass sie nach Angabe des Klebers einfach und sicher zu positionieren ist. Eine andere Methode hierfür wäre die Verwendung von zwei Nägeln, bei denen der Kopf entfernt wurde. Diese Methode bietet den Vorteil, dass die Beplankung auch beim Pressen nicht verrutschen kann. Nachteilig ist jedoch, dass die Nägel im Anschluss zumeist nicht wieder entfernt werden können. Daher habe ich markiert und beim Pressen darauf geachtet, dass nichts verrutscht.

unter Druck

Um einen gleichmäßigen Anpressdruck zu erhalten habe ich eine Pressunterlage aus 5mm dickem Conticell hergestellt, welche die Form des Beplankungsteils um ca. 5mm überlappt. Anschließend wurde mit allem was die Werkstatt hergab geklammert, beschwert und mit Schraubzwingen verschraubt. (Keine Bange - die beiden Handgranaten sind leer ;-)

verlängerter Klappenkastenholm

Abschließend habe ich die Reparatur verputzt. Im oberen Bild ist zu sehen, wie sich hierdurch der angeschäftete Holm verjüngt.

Ausschnitte

Die beiden halbkreisförmigen Ausschnitte in der Beplankung wurden entsprechend der Zeichnung angebracht. Durch sie erfolgt der Kraftübergang vom beplankten zum bespannten Teil des Flügels weicher, so dass die kritische Stelle zwischen Bespannungsecke und Klappenkastenende jetzt keine Spannungsspitze mehr hat.

Diese Arbeiten haben echt Spaß gemacht, ein bisschen nervig war allerdings, dass ich diesen Spaß gleich vier mal haben durfte/musste. Pro zu bearbeitender Stelle sind ca. vier komplette Abende notwendig, so dass sich die Durchführung dieser TM einigermaßen in die Länge zog. Lohn ist jedoch die Gewissheit, an dieser Stelle keine Risse mehr zu bekommen.

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